Die LX VisualApplets Kameras von Baumer ermöglichen Anwendern, mittels der integrierten grafischen Programmierumgebung VisualApplets von Silicon Software individuelle applikationsspezifische Bildvorverarbeitungsalgorithmen direkt im FPGA der Kamera zu realisieren.

Dadurch lassen sich Bilddaten mit sehr hoher Auflösung und Geschwindigkeit effizient und kostengünstig verarbeiten – ohne aufwändige Hardware-Programmierung oder zusätzliche Framegrabber.
Für diese Produktinnovation wurden die Kameras beim „Vision Systems Design 2016 Innovators Awards Program“ mit dem Platinum-Level Award ausgezeichnet. Nach der Prämierung als inVISION Top Innovation 2016 ist dies bereits die zweite Auszeichnung in diesem Jahr. Für die angesehene Expertenjury von Systemintegratoren und Endnutzern zählten die Kameras u.a. aufgrund ihres innovativen Technologieansatzes, des Kundennutzens und der daraus resultierenden Produktivität zu den internationalen Top-Innovationen der Bildverarbeitungsbranche des Jahres 2016.

VisualApplets in Baumer LX VisualApplets Kameras

VisualApplets in den LX VisualApplets Kameras vereinfachen die hardwarebasierte Bildverarbeitung. Foto: Baumer GmbH

Mit der Programmierumgebung VisualApplets sind Software-Entwickler in der Lage, komplexe Algorithmen für anspruchsvolle Anwendungen einfach und schnell als Flussdiagramm zu erstellen und eine Vielzahl an Fehleranalysen und -korrekturen automatisch durchzuführen.
Dank einer Vielzahl eingebundener Beispiele und flexibel kombinierbarer Operatoren ist nahezu jede Bildvorverarbeitungsaufgabe einfach umsetzbar. Eine integrierte bildbasierte Simulation ermöglicht zudem in jedem Entwicklungsschritt eine schnelle Überprüfung.

Bildvorverarbeitung in der Kamera realisieren

Die Kombination leistungsstarker Industriekameras mit der grafischen FPGA-Entwicklungsumgebung ist für Anwender interessant, die nicht über das passende Know-how zur FPGA-Programmierung und Kameraentwicklung verfügen. Die Kameras lassen sich dadurch an komplexe Anwendungen mit spezifischen Funktionalitäten zur Bildverbesserung, Datenreduktion und Prozessüberwachung flexibel anpassen. Die Bedienung der Software ist an die Sprache der Bildverarbeitung angepasst und spricht insbesondere auch Softwareprogrammierer und Anwendungsingenieure an, die noch keine Erfahrung mit der Hardwareprogrammierung haben.
Mit der Verlagerung von Teilen der Bildverarbeitung in die Kamera profitieren Kunden von einem beschleunigten Entwicklungsprozess und maximalen Know-how-Schutz, da sie die Kameras unabhängig vom Kamerahersteller selbst programmieren. Gleichzeitig wird die Menge der zu übertragenden und verarbeitenden Daten reduziert und damit das PC-basierte Bildverarbeitungssystem von rechenintensiven Algorithmen entlastet. Dies erhöht die Genauigkeit der Bildauswertung, steigert den Durchsatz, vereinfacht den Systemaufbau oder reduziert die Systemkosten. Kunden nutzen eine GigE-Schnittstelle, greifen auf kostengünstige Hardware-Komponenten zurück und sparen teure Schnittstellen wie CameraLink® mit einem Framegrabber ein.
„Wir freuen uns, dass die technische Kooperation mit Baumer so erfolgreich ist und die hardwarebasierte Bildverarbeitung durch die Programmierumgebung immer mehr den Nerv von Branchenexperten und Anwendern trifft. Die wiederholte Prämierung zeigt, dass für diese neue Lösung ein hohes Marktpotenzial besteht“, unterstreicht Klaus-Henning Noffz, Geschäftsführer von Silicon Software.
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