Einsatz von Bildverarbeitungstechnologie im Operationssaal (Bild: Quest Medical Imaging BV)

Bildverarbeitungssysteme mit eigens entwickelten multispektralen Kameras zur Visualisierung von Krebserkrankungen während der Operation bietet die Firma Quest Medical Imaging BV aus den Niederlanden. Immer mehr Krankenhäuser profitieren dadurch von einer verbesserten Bildqualität für ein präziseres Operieren. Die während der Operation auf einem Bildschirm angezeigten Ergebnisbilder ermöglichen es dem Chirurgen, sowohl bei offenen als auch minimalinvasiven, laparoskopischen Operationen von einem Tumor befallenes und angrenzendes Gewebe genau auseinanderzuhalten.

Das Unternehmen hat sein bisheriges System durch unseren programmierbaren Camera Link Framegrabber microEnable 5 marathon VCL sowie neue VisualApplets basierte Bildverarbeitungs-Algorithmen ersetzt. Die Bildvorverarbeitung und -verarbeitung finden nun auf dem FPGA-Prozessor ohne die CPU zu belasten statt, wodurch der Datendurchsatz erhöht und gleichzeitig die in der Medizintechnik notwendigen sehr geringen Verzögerungszeiten (Latenzen) erzielt werden. Die Multispektralkamera nimmt in High Definition (HD) gleichzeitig ein Farbbild im RGB-Farbraum und zwei fluoreszierende Bilder im NIR-Spektralbereich auf. Das Farbbild und eines der NIR-Bilder werden für die Bildausgabe vereint.

Programmierbarer Camera Link Framegrabber microEnable 5 marathon VCL

Framegrabber verarbeitet zwei Betriebsarten

Quest Spectrum Platform mit Ergebnisbildern in Echtzeit (Bild: Quest Medical Imaging BV)

Statt während der Operation zwischen schwarz/weißen und farbigen Ergebnisbildern umschalten zu müssen hat der Chirurg über zwei alternative Kamerabetriebsarten nunmehr die Option, sich entweder das Farbbild und fluoreszierende Bild nebeneinander oder beide zusammen als ein einziges vereintes Bild anzeigen zu lassen. Dadurch kann er kleinere Tumore besser identifizieren und mit Operationsgeräten ansteuern. Der Framegrabber ist leistungsstark genug, um beide Betriebsarten zu verarbeiten. Das Projektteam, das mit FPGAs schon vertraut gewesen war, hat innerhalb von ein bis zwei Wochen mittels eigener Entwicklungsumgebung die Software selbstständig getestet, den Umgang damit ohne spezielles Training gelernt und das eigene SDK integriert.

Lesen Sie den gesamten Anwenderbericht in der Vision Systems Design.